Orthopädie

- Manuelle Therapie

- FBL

- Thermotherapie 

- Klassische MT

- D1

- Cyriax

- Kiefergelenkstherapie

- Manuelle Lymphdrainage

- KG

- KGG

- Sportphysiotherapie

- Schlingentisch

Sportphysiotherapie

Siehe Sporrtphysiotherapie

 

Sportmassage
Sportphysiotherapie
Kinesiotaping

Flossing

Schlingentisch/ Extensiontherapie (EX)

    
Schlingentisch/ Extensiontherapie (EX)

 

Bewegungen ohne Schmerzen wird möglich durch Therapie im Schlingentisch

KGG

Krankengymnastik am Gerät / med. Gerätetraining, Sporttherapie an Geräten und mit Kleingeräten, sowie medizinisches Aufbautraining

 

Krankengymnastik am Gerät (KGG)
In der Krankengymnastik am Gerät (KGG) werden unter Einbezug der Traininglehre an speziellen Rehabilitationsgeräten Verbesserungen der Muskelfunktionen unter Einschluss des zugehörigen Gelenk- und Stützgewebes erreicht. 

Nach einer ausführlichen Analyse erstellt ein Physiotherapeut einen individuellen Trainingsplan unter medizinischen Gesichtspunkten. Ziel ist es Kraft, Koordination, Ausdauer und Flexibilität des Trainierenden zu verbessern. 

KGG kommt zum Einsatz nach Operationen, Verletzungen oder chronischen Beschwerden. Der Patient erreicht durch das gezielte Training eine normale Beweglichkeit und Belastbarkeit der betroffenen Strukturen. Er kann seinen Alltag wieder beschwerdefreier gestalten.

 
                    

Manuelle Therapie

Welches Konzept  liegt der Weiterbildung „MANUELLE Therapie“ des inomt zu
Grunde?
Unser Konzept ist ein verbindendes, ganzheitliches Konzept. Wir haben es das
biokybernetische Konzept genannt. Darunter verstehen wir, dass ALLES mit ALLEM
verbunden ist und, dass, ALLES geregelt und gesteuert wird. Das wichtigste Schlüsselwort in
unserem Konzept ist  INFORMATION. Wir erklären, was ein Tennisellenbogen mit
Lungenproblematik zu tun hat und warum Nierenfunktionsstörungen Knieschmerzen
verursachen.


In der MANUELLEn Therapie gibt es eine Vielzahl von Vorgehensweisen oder „Konzepten“.
Das OMT Modell nach Kaltenborn und Evjenth ist sehr stark mechanisch geprägt. Cyriax hat
ein perfektes lokales Untersuchungssystem entwickelt. Auch das Maitland-Konzept hat gute
Ideen und Modellvorstellungen. Andere Konzepte werfen alles zusammen und holen die
„Filetstückchen“ aus den verschiedenen Konzepten raus. Manche Systeme sind sehr
dogmatisch aufgestellt. Alle Konzepte, Modelle und Systeme haben ihre Vorteile. In unserem
Konzept geht es um die verbindende Idee. Unserer Meinung nach ist es nicht sinnvoll, nur das
Beste von Vielem zu nehmen. Der Physiotherapie fehlt es nicht an Techniken, sondern an
Verständnis. Dass Dogmen dem Physiotherapeuten vorschreiben, was er zu tun hat, ist
unserer Meinung nach unangebracht. Neurophysiologie, Bindegewebsphysiologie,
Pathophysiologie, Interpretation und „clinical reasoning“ sind wichtige Themen in unserer
Weiterbildung. Trotzdem holen auch wir Ideen aus den verschiedenen Schulen. Z.  B. aus d er
englischen Schule von Menell und Cyriax , der skandinavischen von Kaltenborn, Evjenth und
Odd Hagen, der australischen von Maitland, Butler und Bogduk, der tschechischen von Lewitt
und Janda, der Neuseeländischen von McKenzie und Mulligan, der amerikanischen
myofascialen Triggerpunkt Therapie von Simons und Travell und der Osteopathie usw.. Auch
werden Modelle, wie das biopsychosoziale Modell von Engel das mehr dimensionale
Belastung–Belastbarkeitsmodell (MDB B) aus den Niederlanden und last but certainly not
least viele Ideen und Entwicklungen aus Deutschland, wie das Ebenen–Modell, das SMS–
Modell und die Segment-, Neural-, und Bindegewebstherapie. So ist eine ganzheitliche
Betrachtungsweise in unserer MANUELLEn Therapie gesichert.
 

Wie wird das biokybernetische Konzept in die Praxis umgesetzt?
Das biokybernetische Konzept arbeitet mit Modellen. So verwenden wir das biopsychosoziale
Modell (Engel), das MDBB–Modell, das Ebenen–Modell und das SMS–Modell. Die
Mehrheit der Patienten mit funktionellen Beschwerden kann nicht rein körperlich betrachtet
werden. Wenn Sie in der Praxis eine Technik aus der MANUELLEn Therapie anwenden, hat
diese sowohl Einfluss auf den Körper, die Funktion als auch auf die Energie und Information.
Weiterhin auf die Psyche, Seele, den Geist und das Bewusstsein des Patienten. Das
Gesundheitsdefizit des Patienten hat auch Auswirkung auf sein soziales Umfeld. Sie lernen in
unserer Fortbildung auch Kommunikation und Umgang mit dem Patienten. Die Umsetzung in
die Prax is ist stark von INFORMATION abhängig. Wie bin ich als Therapeut informiert, was
weiß ich alles. Wie informiere ich meinen Patienten. Kompetente Prognostik und realistische
Zielsetzung sind nur möglich, wenn das Konzept stimmt. Ein Exkursteilnehmer sagte mir
mal; „Ich habe bei dir nicht nur MANUELLE Therapie gelernt, ich habe einiges fürs Leben
gelernt“.
  
Welche Therapien, Methoden und Techniken werden in eurer Weiterbildung vermittelt?
Wir Betreiben eine Biokybernetische Systemdiagnostik und unser ganzheitliches,
biokybernetisches Konzept stellt eine strukturierte, systematische, aber offene Anamnese an
den Anfang. Danach folg die aspezifische und spezifische manualtherapeutische
Untersuchung. Interpretation des Befundes und „clinical reasoning“ sind Voraussetzung und
Unterrichtsinhalt. Das Aufstellen eines Behandlungsplanes mit Zielsetzung und Prognose
wird gelehrt. In die Weiterbildung integriert sind arthrofasciale Techniken wie Kompression,
Traktion, Oscillisation, Walken, usw.. Neurok ybernetische Techniken wie z. B. Vibration und
„Schubbeln“. Neuromechanische und -strukturelle Techniken, wie Nervenmobilisation und -
dehnung. Myofasciale Techniken, wie tiefe Querfriktion, Dekontraktionen, Funktionsmassage
und Triggerpunkt–Therapien. Mobilisieren heißt nicht immer Strukturverlängerung aber eher
Systembeeinflussung. Um den Lernerfolg und die Qualität zu fördern und zu sichern, werden
anhand von vielen Fallbeispielen aus der Praxis diese Kenntnisse und Fertigkeiten in ein
systematisches klinisches Überlegen eingebettet. Auch können echte Patienten nach
Rücksprache, im Weiterbildungsmodul vorgestellt werden.
 

Weiter werden kurze „Ausflüge“ in andere Therapierichtungen unternommen. Viscerale– und
Neurofasziale–Therapien werden gezeigt.  Östliche Therapien und deren Bezug zur
MANUELLEn Therapie werden angesprochen. Z. B. Akupressur, Tuina, Shiatsu, Tsubo, An
Mo und Meridianmassage.
 

Typische MANUELLE Therapie Techniken, die unphysiologisch sind, wie Rollgleiten oder
die, die nicht möglich sind, wie translatorisches Gleiten werden nicht gelehrt. Dafür stehen
Ihnen nach unserer Fortbildung viele neue Techniken zu Verfügung. Aber noch wichtiger, Sie
wissen, wann Sie welche Techniken bei welchem Patienten anwenden müssen.
Das Aufstellen eines Hausprogramms und gezielte Aufträge für den individuellen Patienten
werden vermittelt.
 

Das Fachwissen und die Kompetenz der Weiterbildungsteilnehmer wird gesteigert, sodass Sie
als reflektierende Ph ysiotherapeutin Ihre Arbeit am Patienten mit deutlich mehr Spaß und
Vertrauen ausüben.
Auf strukturierte Weise und didaktisch klar gegliedert, wird die Fortbildung von
hauptberuflich arbeitenden, erfahrenen Lehrern des INOMT–Teams vermittelt.
  
 

FBL

WAS IST FBL /Funktionelle Bewegunslehre / FUNCTIONAL KINETICS?

Gründerin des Konzeptes FBL – Functional Kinetics ist Dr. med. h. c. Susanne 
Klein-Vogelbach (1909-1996). 
Sie lebte und arbeitete ab 1950 in Basel, Schweiz. 
Ihre Ausbildung in Schauspiel und Rhythmischer Gymnastik sowie ihre stete Neugier für das B
ewegungsverhalten des Menschen prägten ihre Arbeit. 

Die Funktionelle Bewegungslehre (kurz FBL) ist ein medizinisch-physiotherapeutisches 
Diagnose- und Therapiekonzept.


Die FBL lehrt, das Bewegungssystem und das Bewegungsverhalten des Menschen von außen zu betrachten, 
Auffälligkeiten zu erkennen, zu beurteilen und zu interpretieren. 
Das Konzept erlaubt eine Beobachtung anhand von definierten Beobachtungskriterien des menschlichen Körpers, 
die sich auf alle Gelenke des Körpers, auf statische Positionen und auf kinematische Ketten 
anwenden lassen.

Thermotherapie / Wärmetherapie (WT)

Thermotherapie / Wärmetherapie (WT)

Durch Wärme wird der Stoffwechsel im Körper angeregt.

Langandauernde Wärme lindert auch die Schmerzen und entspannt die Muskeln, die Dehnfähigkeit des Gewebes wird verbessert und auch die Regenerationsfähigkeit des Körpers gesteigert.

Heiße Rolle

Ein Frottierhandtuch trichterförmig zusammenrollen,  auf die innerste Schicht heißes Wasser gießen. Eingesetzt werden kann die heiße Rolle z.B. bei Muskelverspannungen, Tennisellenbogen oder als Vorbereitung auf krankengymnastische Übungen. Dauer: 10 Min. mit anschließenden 20 Min. Entspannung.

 

Fango

Torf, Schlamm, Fango oder Moor sind natürliche Heilmittel aus dem Boden. Erwärmte Schlammpackungen können als Einzeltherapie oder etwa in Kombination mit Massage eingesetzt werden. Dauer: 20 Min.

 

Rotlicht

Durch Einstrahlung von optischer Energie erwärmt sich das Gewebe. Dauer: 10 Min.

 

Kryotherapie/Eisanwendung
Blasenbildung nach Kryotherapie einer WarzeAls Kryotherapie bezeichnet man den gezielten Einsatz von Kälte, um einen therapeutischen Effekt zu bewirken. Dabei wird die lokale Anwendung von Gefriertechniken von der generalisierten Kältebehandlung des ganzen Körpers unterschieden.

 


Hydrotherapie 

Die Hydrotherapie (griechisch ύδρο-, idro-, „wasser-“, von altgriechisch ὕδωρ, hýdor, „Wasser“ und θεραπία, therapía, „die Therapie“) ist die methodische Anwendung von Wasser zur Behandlung akuter oder chronischer Beschwerden, zur Stabilisierung von Körperfunktionen (Abhärtung), zur Vorbeugung, zur Rehabilitation und/oder zur Regeneration. Vor allem wird der Temperaturreiz des Wassers genutzt, weniger der Druck oder der Auftrieb als therapeutischer Reiz.

Verwendet wird Wasser in allen drei Aggregatzuständen: Eis, kaltes/temperiertes/warmes Wasser und Dampf. Die Hydrotherapie ist Teil der "klassischen" Naturheilkunde.

 

Weitere Informationen zur Wärmetherapie klick hier

Klassische Massagetherapie

Entspannen Sie fernab vom Alltag mit wohltuenden Massagen
nach klassischer Art:

 

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Rückenmassage:                                                                                                       

Entspannen Sie fernab vom Alltag mit einer Rückenmassage. Dabei wird der gesamte Rücken massiert. Dauer: ab 10 Min.

 

Großmassage:                                                                                                          

Bei dieser Massage wird die Beinrückseite und der Rücken massiert. Dauer: ab 20 Min.

 

Vollmassage:                                                                                                                

Bei der Vollmassage werden Arme, Beine und Rücken massiert. Dauer: ab 30 Min.

 

Hand– und/ oder Fußmassage:                                                                              

Bei einer Hand- und/oder Fußmassage werden die Palmar/Plantar und die Dorsalseiten des jeweiligen Körperabschnittes massiert. Sinnvoll ist auch die Kombination mit einer Arm– und oder Beinmassage. Die Extremitäten schließen direkt an die Hand bzw. den Fuß an und die Massage erhält dadurch einen besseren Flow. Zusätzlich wird dadurch der Venöse- und der Lymphatische Rückfluss besser angeregt. Dauer: ab 10 Min.

 

Rückenmassage mit Fango                                                                                

Entspannen Sie fernab vom Alltag mit einer Rückenmassage. Vorab zum Relaxen 20 Min. Fangoanwendung. Durch die Wärme wird der Stoffwechsel im Körper angeregt. Die Wärme lindert auch die Schmerzen und entspannt die Muskeln vor der eigentlichen Rückenmassage. Die Dehnfähigkeit des Gewebes wird verbessert und die Regenerationsfähigkeit des Körpers wird gesteigert.

Dauer: 40 Min.

 

Für weitere Informationen zur klassischen Massage Therapie klick hier

 

Die Standardisierte Heilmittelkombination (D1)

Die Standardisierte Heilmittelkombination (D1)

ist eine Kombination verschiedener Therapieverfahren 
aus Krankengymnastik, Wärmetherapie, Kälteanwendungen, Massagen oder Gerätetraining. Diese 
Therapiemöglichkeiten werden vom Therapeuten individuell für den einzelnen Patienten zusammengestellt.

Art der Leistung: Rezeptleistung (Kasse & Privat)

Cyriax

cyriax

Kiefergelenksbehandlung (MT)

Schlagwörter: Kiefergelenksbehandlung (MT), CranioMandibuläre Dysfunktion (CMD), Migräne, Tinnitus
 
Eine Kiefergelenksbehandlung kann hilfreich sein, wenn die Kontaktpunkte des Ober- und Unterkiefers nicht richtig aufeinander treffen und eine Fehlfunktion des Kiefergelenkes entsteht. Durch gezielte therapeutische Maßnahmen im Bereich des Kiefergelenkes kann die Fehlfunktion und die damit einhergehende Fehlstatik verbessert oder ganz behoben werden.
 
Beschwerden wie Migräne, Kopfschmerzen, Augenflimmern, Beckenschiefstellung, Schwindel oder Tinnitus, deren Ursache normalerweise nicht im Kiefergelenk vermutet wird, können durch eine Fehlfunktion des Kiefergelenkes verursacht werden.
 
Art der Leistung: Rezeptleistung (Kasse & Privat)

Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage


MLD

MLD


Das lymphatische System
In unserem gesamten Körper befindet sich neben dem Blutkreislauf ein zusätzlicher Kreislauf- das lymphatische System - das sich zwischen den Körperzellen befindet und der Versorgung der einzelnen Körperzellen dient. Die Lymphflüssigkeit - insgesamt ca. 15 Liter - befindet sich in einem Gefäßsystem und passiert die zugehörigen Lymphknoten, in denen u. a. Abwehr- und Reinigungsprozesse stattfinden.

Wie wird die manuelle Lymphdrainage durchgeführt?
Die Manuelle Lymphdrainage wird rhythmisch, schmerzfrei und langsam
durchgeführt. Sie hat zum einen das Ziel, das gestörte Gleichgewicht zwischen der produzierten Menge Gewebeflüssigkeit und der Beförderungsfähigkeit des lymphatischen Systems wiederherzustellen und zum anderendas Immunsystem anzuregen. Überschüssige Ansammlungen von Gewebeflüssigkeit (Schwellung, auch Ödem genannt) sowie im Gewebe abgelagerte Giftstoffe werden abtransportiert: Schwellungen klingen ab oder verschwinden sogar komplett.

Wie wirkt die manuelle Lymphdrainage?
Die Wirkungsweise der Manuellen Lymphdrainage wirkt sich überwiegend
auf den Haut- und Unterhautbereich aus und soll keine Mehrdurchblutung,
wie es bei der klassischen Massage der Fall ist, bewirken, sondern dient
hauptsächlich als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen. Mit leichtem Druck wird die überschüssige Gewebeflüssigkeit
weiter in das Lymphgefäßsystem befördert.

Wann wird die manuelle Lymphdrainage angewandt?
Zur Minderung von Schwellungen
Die Manuelle Lymphdrainage wird eingesetzt bei ödematösen Abflussbehinderungen, die sich äußern in starken Flüssigkeitsansammlungenim Gewebe (geschwollene Gliedmaßen), wie z.B. Schwellungen bei rheumatischen Erkrankungen im Bereich der Gelenkkapsel, nach (Sport)Verletzungen (Zerrungen, Verstauchungen, Luxationen) und Operationen,
Blutergüssen, Infekten des Nasen-Rachenraumes und in der Krebsnachsorge. Die Krebsnachsorge nach operativen Eingriffen ist ein Schwerpunktgebiet der Lymphdrainage (Ödeme nach Brustamputation):

Zur Schmerzlinderung
Schmerzen nach Operationen bedingt durch erhöhte Gewebespannung lassen sich durch die man. Lymphdrainage hervorragend lindern: Durch Abnahme der Schwellung findet Schmerzlinderung statt. Sie wird ebenfalls bei Schleudertraumata, Kopfschmerzen oder Migräne eingesetzt. Die MDL wirkt zudem besänftigend auf das überreizte vegetative Nervensystem, das lebenswichtigen Funktionen, wie z.B. Herzaktivität, Atmung sowie Verdauung steuert und für die Schmerzempfindung zuständig ist.


Die MLD findet außer in der Heilkunde noch in unterschiedlichsten 
Bereichen ihre Anwendung:

 


Kosmetik
Verbesserung bzw. Normalisierung des Hautstoffwechsels,
Festigung des Bindegewebes sowie Entwässerung

Wellness
Entschlackung, beruhigt, entgiftet und stärkt das Abwehrsystem
 
        

KG

Physiotherapie /Krankengymnastik
Physiotherapie ist eine Form der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln; im Zentrum steht
das an die Fähigkeiten des Patienten angepasste Vermitteln (Lehren) physiologischen
Bewegungsverhaltens.


Ziel
Die Physiotherapie orientiert sich bei der Behandlung an den Beschwerden und den
Funktions- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten, die in Form eines Befundes
sichtbar gemacht werden. Sie nutzt primär manuelle Fertigkeiten des Therapeuten,
gegebenenfalls ergänzt durch natürliche ph ysikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte, Druck,
Strahlung, Elektrizität) und fördert die Eigenaktivität (koordinierte Muskelaktivität sowie die
bewusste Wahrnehmung) des Patienten. Die Behandlung ist an die anatomischen und
physiologischen, motivationalen und kognitiven Gegebenheiten des Patienten angepasst.
Dabei zielt die Behandlung einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des
Or ganismus (z. B. Musk elaufbau und Stoffwechselanregung), andererseits auf ein
verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus (Dysfunktionen/Ressourcen)
und auf eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper ab. Das Ziel ist die
Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit und dabei sehr häufig die
Schmerz-Reduktion.


Synonyme und verwandte Bereiche
Die englische Bezeichnung „physical therap y“ ist nicht zu verwechseln mit dem Begriff
„Physikalische Therapie“ im Deutschen. Physiotherapie und Ph ysikalische Therapie werden
teilweise als Synon yme bzw. gemeinsames Fachgebiet betrachtet; korrekterweise wird die
Physikalische Therapie aber als Unterbereich der Physiotherapie angesehen. Mit Blick auf
finanzielle Abrechnungsmodalitäten sollen „Auf Intervention verschiedener Fachgruppen  (…)
die Bereiche Physiotherapie und ph ysikalische Therapie im nächsten Entwurf (der Diagnosis
Related Groups) wieder getrennt (werden), damit auch z. B. eine physiotherapeutische
Behandlung und eine Wärmeanwendung einzeln gezählt werden können.“ (aus
Prozedurenklassifikation im DRG-System).
Ausbildung  Zugangsvoraussetzungen
Um sich als Physiotherapeut ausbilden zu lassen, benötigt man als Zugangsvoraussetzung
allgemeine Hochschulreife, allgemeine Fachhochschulreife oder einen Realschulabschluss.
Die Vollendung des 17. Lebensjahres ist nicht mehr notwendig. Für das Verbundstudium zum
Diplom-Physiotherapeuten (FH) ist die Fachhochschulreife oder das Abitur Voraussetzung.
Außerdem sind gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern und auch im Fach Deutsch
erwünscht. De facto zeigt sich allerdings sehr häufig, dass die meisten Physiotherapeuten über
ein Abitur verfügen, was den Anspruch der Ausbildung widerspiegelt.
  
Ausbildungsdauer
Die Ausbildung zum Ph ysiotherapeuten umfasst drei Jahre an der Privatschule/staatlichen
Schule. Zum Abschluss der Ausbildung wird eine staatliche Prüfung abgelegt. Hat der
Schüler diese bestanden, so ist er „staatlich anerkannter Physiotherapeut“. Um staatlich
anerkannter Diplom-Physiotherapeut zu werden, muss ein weiteres Ausbildungsjahr  (meistens
im Fernstudium) absolviert werden, allerdings wird hierfür das Abitur oder die
Fachhochschulreife benötigt.


Ausbildungsfächer
Es wird Vollzeitunterricht erteilt, das heißt, es gibt mindestens 2.900 Stunden theoretisch en
und praktischen Unterricht an der Schule und 1.600 Stunden praktische Ausbildung in
Fachkliniken des Universitätsklinikums sowie in geeigneten Rehabilitationseinrichtungen.
Unterrichtet werden vor allem physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken,
Massagetherapie, Hydro-, Balneo- (Bäderkunde), Thermo- und Inhalationstherapie, Elektro-,
Licht- und Strahlentherapie, Prävention und Rehabilitation, Bewegungserziehung und
Bewegungs- und Trainingslehre.
Die Theorie dabei umfasst die Fächer Anatomie (Lehre vom Aufbau der Organismen),
Physiologie ( Lehre, die sich mit physikalischen, biochemischen und
informationsverarbeitenden Funktionen von Lebewesen befasst), spezielle Krankheitslehre
und auch ph ysiotherapeutische Basistechniken. Zu erwähnen ist hier, dass die Anatomie des
Bewegungsapparates die zentrale Arbeitsgrundlage für die  gesamte Physiotherapie darstellt.
Daher muss ein Physiotherapeut in diesem Bereich sogar umfassenderes Wissen als ein
Mediziner haben, dies wird in der Ausbildung entsprechend betont.
Zu den klinisch-praktischen Fächern der Ausbildung zählen Orthopädie (Entstehung,
Verhütung, Erkennung und Behandlung von Form- oder Funktionsfehlern des Stütz- und
Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen)), Chirurgie (Behandlung von
Krankheiten und Verletzungen durch direkte, manuelle oder instrumentelle
Einwirkung)/Traumatologie (Wissenschaft der Verletzungen und Wunden sowie deren
Entstehung und Therapie; Zusatzbezeichnung der Chirurgie), Innere Medizin (Vorbeugung,
Diagnostik), Kardiologie (Lehre vom Herzen), Pädiatrie (Kinderheilkunde), Gynäkologie
(Frauenheilkunde) und Geburtshilfe sowie Neurologie (Behandlung des kranken
Nervensystems, Psychiatrie und Neurochirurgie (Erkennung und operative Behandlung von
Erkrankungen des zentralen Nervensystems)).
Ergänzend werden krankengymnastische Techniken, wie z. B. Manuelle Therapie
(Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungssystems), medizinische
Trainingstherapie und Elektro- und Hydrotherapie vermittelt.


Geschichte
Viele Verfahren der Ph ysiotherapie haben ihren Ursprung weit zurückliegend.
Archäologische Funde zeigen, dass Thermal- und Mineralquellen bereits in
frühgeschichtlicher Zeit genutzt wurden. Verschiedene Formen der Massage und von
medizinischen Bädern kannte man bereits vor circa 4000 Jahren in China. Erst Hippokrates
vertrat verschiedene medizinische Auffassungen, die sich heutzutage in der Physiotherapie
wiederfinden. Er verstand den lebendigen Leib als Organismus, Gesundheit als Gleichgewicht
und Krankheit als gestörten physischen und psychischen Gesamtzustand. Seine Überzeugung
war, dass die Natur eine Heilkraft besitzt.
Im 18. Jahrhundert fanden erste Medikamente zwar Anklang, brachten allerdings au ch
Gefahren mit sich. Mancher Arzt propagierte die Anwendung von Mineralwässern,
Heilbädern und der Hydrotherapie. Dies setzte sich im 18. Jahrhundert weiter fort, die
Beliebtheit der Hydrotherapie stieg an.
Vor allem in Deutschland erlebte die Hydrotherapie einen wahren Boom: Der Urv ater d er
Hydrotherapie, Sebastian Kneipp, entwickelte eine einfache Lebensregelung, kombinierte sie
mit der Anwendung pflanzlicher Medikamente und einer Gesundheitserziehung.
In Deutschland wurde der Begriff „Krankeng ymnastik“ im Jahre 1994 durch den Begriff
Physiotherapie im Rahmen einer Novellierung der Berufsgesetze bundesweit abgelöst. Grund
dafür war die Anpassung an den internationalen Sprachgebrauch und die Zusammenführung
der west- und ostdeutschen Heilberufe nach der Wiedervereinigung. In der DDR war der
Begriff Physiotherapie bereits vor der Wiedervereinigung üblich.
  
Arbeit von Physiotherapeuten
Nach abgeschlossener Berufsausbildung gibt es beispielsweise Ausübungsmöglichkeiten in
Krankenhäusern, Kliniken, Einrichtungen der Rehabilitation, Ph ysiotherapeutischen
Lehranstalten, Kur- und Erholungseinrichtungen und Fitness-Studios. Auch kann man sich,
sobald man das Staatsexamen hat, selbstständig machen.
Bei der Berufsausübung ist Teamarbeit unter den Ph ysiotherapeuten, aber auch die gute
Zusammenarbeit mit Ärzten gefragt, denn die Arbeit des Physiotherapeuten ergänzt und
unterstützt die ärztliche Therapie sinnvoll.
Nach der ärztlichen Verordnung werden eigenverantwortliche Behandlungspläne aufgestellt
und durchgeführt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Schäden nicht nur „repariert“ werden,
sondern auch der korrekte Bewegungsablauf als Ganzes im Auge behalten wird, um
Verletzungen gar nicht erst entstehen zu lassen.
Physiotherapie wird von Physiotherapeuten in unterschiedlicher Form und Vielfalt ausgeübt.
Physiotherapeuten analysieren und interpretieren Schmerzzustände, sensomotorische
Funktions- und Entwicklungsstörungen (z. B. die Hyper- oder Hypomobilität eines Gelenks),
um sie mit spezifischen manuellen und anderen physiotherapeutischen Techniken zu
beeinflussen. Primärer Ansatzpunkt ist das Bewegungssystem und das Bewegungsverhalten;
Ziel ist, Schmerzfreiheit und ökonomisches Bewegungsverhalten im Alltag zu erreichen bzw.
– im Falle von irreversiblen Funktionsstörungen –  Kompensationsmöglichk eiten zu schaffen.
Physiotherapeuten beeinflussen auch Funktionsstörungen innerer Organe, verbessern die
Eigen- und Fremdwahrnehmung sowie die Sozialkompetenz und können ebenfalls auf die
psychische Leistungsfähigkeit einwirken.
Ziele der Ph ysiotherapie sind darüber hinaus, Eigenständigkeit und Selbstständigkeit des
Patienten zu fördern und die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren; wo
Selbständigkeit des Patienten nicht zu erreichen ist, gehört zu den physiotherapeutischen
Auf gaben das Anleiten von Angehörigen (z. B. in der Pädiatrie, Geriatrie oder bei schweren
neurologischen Störungen).
  
Tätigkeitsfelder

Prävention

-
Vorbeugung von beruflichen Fehlhaltungen, Vermeidung von Berufskrankheiten
und generellen Volkskrankheiten, die auf Fehl- oder Mangelbelastung beruhen,
Schulung von Risikopatienten

stationäre und ambulante Therapie
-
bei inneren Erkrank ungen (z. B. Herzinfarkt,  Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus,
Lungenentzündung)
-
bei orthopädischen Erkrankungen (z. B. Fehlstellung, Arthrose, Skoliose,
Bandscheibenvorfall, Schmerzreduktion)
-
bei neurologischen Erkrankungen (z. B. Polyn europathie, Schlaganfall, Parkinson-
Krankheit, ataktischer Symptomenkomplex)
-
in der Traumatologie (z. B. nach Fraktur, künstlichem Gelenk, Amputation,
Sehnenriss, Narbendehnung)
-
bei rheumatischen Erkrankungen (z. B. Polyarthrose, Morbus Bechterew)
-
bei geriatrisch en Patienten (z. B. Kräftigun g u nd Stabilisierung multimorbider
Patienten, Einüben täglicher Bewegungsabläufe, Sturz-Prophylaxe, Handling mit
Hilfsmitteln)
-
in der Gynäkologie (z. B. Schwangerschaftsgymnastik, Rückbildungsgymnastik)
-
in der Pädiatrie (z. B. motorische Störungen,  spastische Störungen,
atonische/h ypertonische Störungen, Behandlung von Frühgeborenen )

Rehabilitation nach Unfällen, nach langfristigen Erkrankungen, zur Wiederherstellung
der natürlichen Beweglichkeit, Kraft und Geschicklichkeit des Patienten, Rückführung
zum Beruf
  

 
 

 
 

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