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Was sind eigentlich Lymphknoten? Wissenswertes zu Lymphödem und Lymphdrainage

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Was sind eigentlich Lymphknoten?

Lymphknoten sind ein wichtiger Teil des lymphatischen Systems und der körpereigenen Abwehr. Sie filtern die Lymphflüssigkeit und helfen dabei, Krankheitserreger und andere Fremdstoffe zu erkennen und abzufangen. Wenn Lymphknoten anschwellen, kann das zum Beispiel während einer Infektion ein Zeichen für eine aktive Immunreaktion sein.

Warum können Lymphknoten anschwellen?

Vergrößerte Lymphknoten können viele Ursachen haben, unter anderem Infektionen, immunologische Prozesse, Stoffwechselerkrankungen und – seltener – bösartige Erkrankungen. Eine Schwellung sollte deshalb immer im Zusammenhang mit weiteren Beschwerden und der Dauer betrachtet werden.

  • Virusinfektionen wie Erkältung oder Grippe

  • Bakterielle Infektionen

  • Rheumatische oder andere immunologische Erkrankungen

  • Weitere Erkrankungen, die ärztlich abgeklärt werden müssen

Wie fühlen sich geschwollene Lymphknoten an?

Gesunde Lymphknoten sind meist nicht tastbar. Bei Infekten können sie sich beispielsweise am Hals als druckempfindliche Schwellung bemerkbar machen. Hält eine Schwellung an, wächst sie weiter, ist sie sehr hart oder treten zusätzlich Fieber, Nachtschweiß oder ungewollter Gewichtsverlust auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wie wird eine Schwellung abgeklärt?

Die Diagnostik richtet sich nach der individuellen Situation. Ärztlich können unter anderem Anamnese, körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen und bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Eine Gewebeentnahme wird nur dann erwogen, wenn sie medizinisch erforderlich ist.

Was macht die Physiotherapie bei einem Lymphödem?

Bei einem Lymphödem kann eine ärztlich verordnete manuelle Lymphdrainage Teil einer komplexen physikalischen Entstauungstherapie sein. Ziel ist es, den Lymphabfluss zu unterstützen, Schwellungen zu reduzieren und Beweglichkeit sowie Wohlbefinden zu verbessern.

Wie funktioniert die manuelle Lymphdrainage?

Die Behandlung arbeitet mit sanften, rhythmischen Griffen wie Kreis-, Dreh-, Pump- und Schöpfgriffen. Da die Lymphgefäße oberflächennah liegen, wird mit wenig Druck gearbeitet. Je nach Befund können ergänzend Kompression, Bewegung und Hautpflege wichtig sein.

Wann kann manuelle Lymphdrainage sinnvoll sein?

  • Lymphödeme nach Operationen oder der Entfernung von Lymphknoten

  • Schwellungen nach Verletzungen oder Eingriffen

  • Narben- und Wundheilungsbegleitung

  • Bestimmte rheumatische oder orthopädische Beschwerden

  • Schwellungen in der Schwangerschaft nach ärztlicher Rücksprache

Wann ist Vorsicht geboten?

Bei akuten Entzündungen, Fieber, Erysipel, akuter Thrombose, schwerer oder dekompensierter Herzinsuffizienz und weiteren Erkrankungen muss die Behandlung ärztlich abgeklärt werden. Bei Unsicherheit sprechen Sie bitte zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Unser Hinweis

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Wenn Sie eine Verordnung zur Lymphdrainage haben oder eine Schwellung beobachten, beraten wir Sie gerne zu den nächsten Schritten und zu einem passenden Termin.

 
 
 

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