Wie Bewegung das Krebsrisiko senken kann: Prävention und Unterstützung in der Therapie
Wie Bewegung das Krebsrisiko senken kann
Krebs entsteht durch ein Zusammenspiel vieler Faktoren. Neben genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren spielt auch der Lebensstil eine Rolle. Regelmäßige körperliche Aktivität kann dazu beitragen, das Risiko für verschiedene Krebsarten zu senken und die allgemeine Gesundheit zu stärken.
Sport und Krebsprävention
Große Beobachtungsstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen regelmäßiger Bewegung und einem geringeren Risiko für mehrere Krebsarten. Bereits moderate Aktivität, zum Beispiel zügiges Gehen, kann ein wichtiger Bestandteil eines gesundheitsbewussten Lebensstils sein.
Untersucht wurden unter anderem Zusammenhänge mit Dickdarm-, Brust-, Lungen-, Endometrium-, Nieren-, Magen-, Leber-, Speiseröhren- und Blasenkrebs. Bewegung ist dabei kein sicherer Schutz vor Krebs und ersetzt keine medizinischen Vorsorgeuntersuchungen.
Mögliche Wirkungen entstehen unter anderem durch eine bessere Gewichtskontrolle, die Regulation von Stoffwechsel und Hormonen sowie durch positive Effekte auf Immunsystem und Entzündungsprozesse.
Wie Bewegung während einer Krebsbehandlung unterstützen kann
Eine Krebserkrankung und ihre Behandlung können körperlich und seelisch sehr belastend sein. Je nach Situation können individuell angepasste Bewegungsprogramme helfen, Kraft, Beweglichkeit und Alltagsfunktion zu erhalten oder wieder aufzubauen.
Viele Patientinnen und Patienten berichten von positiven Effekten auf Müdigkeit, Schlaf, Stimmung und Lebensqualität. Das Trainingsprogramm muss immer an die Erkrankung, die Behandlung, die aktuelle Belastbarkeit und die ärztlichen Empfehlungen angepasst werden.
Mögliche Wirkmechanismen
Verbesserung von Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit
Unterstützung einer gesunden Gewichtsentwicklung
Positive Effekte auf Stoffwechsel und Hormonhaushalt
Unterstützung des Immunsystems und der psychischen Stabilität
Mögliche Verringerung von entzündlichen Prozessen
Wie viel Bewegung ist sinnvoll?
Als allgemeine Orientierung empfehlen WHO und American Cancer Society Erwachsenen regelmäßig Bewegung im Alltag und – sofern gesundheitlich möglich – mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive Aktivität pro Woche. Dazu gehören zum Beispiel zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen und gezieltes Krafttraining.
Für Menschen während oder nach einer Krebsbehandlung ist ein individuell abgestimmtes Programm besonders wichtig. Der Einstieg sollte in Absprache mit dem behandelnden Ärzteteam und möglichst unter Anleitung von Fachkräften mit Erfahrung in der Onkologie erfolgen.
Fazit
Bewegung kann ein wichtiger Bestandteil der Krebsprävention, der Behandlung und der Nachsorge sein. Sie ersetzt weder Diagnostik noch Therapie, kann aber die körperliche Funktion und Lebensqualität unterstützen.
Bei uns erhalten Sie Informationen zu passenden Bewegungs- und Trainingsangeboten an unserem Standort in Rheinau. Wir beraten Sie gerne persönlich und stimmen das weitere Vorgehen auf Ihre Situation ab.



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